Gerhard
SCHICK

Finanzexperte und
Parlamentarier
auf Seiten der Bürger

 

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Er gilt als einer der profiliertesten Finanzexperten des Deutschen Bundestages. Dr. Gerhard Schick wird selbst von Bankern und Börsianern, denen seine Ideen richtig weh tun, als seriöser und ernst zu nehmender Fachmann geachtet. Sein Spezialgebiet: Finanzmärkte und Steuern.

Der promovierte Volkswirt war bis 2001 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Walter Eucken Institut, Freiburg und danach bis 2004 bei der Stiftung Marktwirtschaft in Berlin. 2004 wechselte er als Projektmanager zur Bertelsmann Stiftung.

Seit 1996 ist Schick Mitglied bei den Grünen und sitzt seit 2005 für die Partei im Deutschen Bundestag. Zunächst Leiter der Arbeitsgemeinschaft „Wirtschaft und Arbeit der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, wurde er 2007 finanzpolitischer Sprecher seiner Fraktion. Er gehört dem Finanzausschuss an, ist stellvertretendes Mitglied des Hauptausschusses und seit 2008 Mitglied im Parteirat der Grünen.

Schicks Themen: Die Machtkonzentration in der Weltwirtschaft, die wenigen globalen Konzernen immer mehr Möglichkeiten gibt, Regierungen zu beeinflussen. Hier fordert er eine Verschärfung des Wettbewerbsrechts. Schick: „Unternehmen wie die Deutsche Bank oder die Allianz sind so groß, dass ihnen weitere Übernahmen untersagt werden sollten.“ Auch für die Wirtschaft sei diese Konzentration schlecht: „Der Wettbewerb wird ausgehebelt.“

Mutig stellt Schick das Modell des Wirtschaftswachstums auf den Prüfstand: „Das Wachstumsdogma wird für unsere hoch entwickelte Wirtschaft immer mehr zur Illusion. An ihm festzuhalten führt zu immer weiteren Krisen, zerstört unseren Planeten.“ Bis jetzt sei es noch nicht gelungen, ein Mehr an Wachstum ohne ein Mehr an Ressourcenverbrauch und Verschmutzung zu ermöglichen. Alternativen müssten her, aber auch konkret durchbuchstabiert werden – ganz besonders ökonomisch.

Empört ist Gerhard Schick über die herrschende Politik, wenn es um die Bewältigung der Finanzkrise und die Bankenrettung geht: Wie aus einer Finanz- und Bankenkrise innerhalb nur weniger Jahre eine Staatsschuldenkrise wurde, sei eine Meisterleistung Merkelscher Medienarbeit. Der Staat habe hier im Interesse von wenigen finanzstarken Akteuren gehandelt, nicht im Interesse der Bürgerinnen und Bürger. Schick: „Die Bankenrettung war eine der größten Umverteilungen der jüngeren Geschichte – von unten nach oben. Wir alle tragen jetzt die Kosten, die Zocker und Spekulanten verursacht haben, über die Staatsschulden ab.“

Auch Fragen des Verbraucherschutzes, der Versicherungswirtschaft, bei Finanzprodukten, Geldwäsche und Steuerhinterziehung bringt er auf den Punkt. Schick ist kompetenter Redner und gefragter Teilnehmer an Podiumsdiskussionen.

Besonders wichtig ist für ihn eine stärkere Transparenzpflicht über mögliche Interessenverquickungen von Abgeordneten. Denn Skandale, Intransparenz und übersteigerter Lobbyismus schaden der Glaubwürdigkeit und Integrität von Politikern. Mit Marco Bülow, Bundestagsabgeordneter der SPD, hat er 2013 einen parteiübergreifenden freiwilligen Verhaltenskodex für Abgeordnete erarbeitet, der weit über die bestehenden Regularien hinausgeht.

So soll Menschen das Vertrauen in die von ihnen gewählten Volksvertreter zurückgeben werden. Bis Januar 2014 hatten 42 Abgeordnete den Kodex unterschrieben – von 631 Bundestagsabgeordneten. Seit 2013 veröffentlichen Schick und Kollegen ihre Nebentätigkeiten und Nebeneinkünfte auf ihren Homepages in ihrer exakten Höhe.